VON HOLGER WEERS 26. Januar 2011 - General-Anzeiger
Insgesamt 44 Mal wurden die Helfer zu Brandeinsätzen, Hilfeleistungen und Übungen gerufen. Durch den Internetauftritt konnten neue Mitglieder geworben werden. Probleme gab es bei der Alarmierung.
Burlage - Mehr zu tun, als ihr lieb war, hatte im vergangenen Jahr die Stützpunktfeuerwehr aus Burlage. "Das Jahr 2010 fing ganz ruhig an, doch irgendwie nahmen die Einsätze rasant zu. Und so wurde es das schadensreichste Jahr mit den meisten Einsätzen seit Bestehen der Burlager Wehr", sagte Ortsbrandmeister Wolfgang Harms in seinem Bericht auf der Jahreshauptversammlung der Stützpunktfeuerwehr im Feuerwehrhaus Burlage. Die vier Brandeinsätze fielen gegenüber dem Vorjahr (neun Brandeinsätze) zwar geringer aus, doch dafür musste die Burlager Wehr zu 38 Hilfeleistungen (gegenüber zwölf im Jahr 2009) ausrücken. Hinzu kamen noch zwei Übungen, so dass am Ende 44 Einsätze (2009 waren es 32) zu verbuchen waren.
"Die Einsätze wurden alle hervorragend gemeistert. Die Zusammenarbeit mit den anderen Wehren ging reibungslos vonstatten. Was allerdings nicht funktionierte, war die Alarmierung", sagte Wolfgang Harms und sprach damit ein heikles Thema an, bei dem auch Rhauderfehns Bürgermeister Heinz Freese, Rainer Hellmers, Leiter des Ordnungsamtes in der Gemeinde, und Gemeindebrandmeister Franz Akkermann hellhörig wurden. "Für einen Ortsbrandmeister und seine Mannschaft gibt es nichts Schlimmeres, als wenn man nicht alarmieren kann, weil die Technik versagt, überaltert ist oder das Personal in der Leitstelle nicht qualifiziert genug ist", so Harms weiter. "Wenn die Rettungskräfte erst durch die geplante Leitstelle in Wittmund koordiniert werden, könnte es zu noch größeren Schwierigkeiten kommen, da sich das Personal nicht mit den örtlichen Gegebenheiten und Strukturen der Feuerwehren hier vor Ort auskennt", sparte Franz Akkermann nicht mit Kritik, der sich später auch der stellvertretenden Brandabschnittsleiter des Kreises Leer, Hinrikus Janßen, anschloss.
Keine Nachwuchssorgen
Um den Aufgaben auch in Zukunft gerecht zu werden, hat die Stützpunktfeuerwehr Burlage ein Löschgruppenfahrzeug bei der Gemeinde Rhauderfehn angemeldet. Die Auslieferung soll Anfang 2012 erfolgen. Das bisher im Einsatz befindliche Fahrzeug der Burlager Wehr wird im kommenden Jahr 40 Jahre alt. Die Sanierung des Hallenbodens und der Einbau neuer Hallentore sind weitere Projekte, die in Angriff genommen werden.
Über Mangel an Nachwuchs braucht sich die Freiwillige Feuerwehr indes keine Sorgen zu machen. Der im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen und von Franziska Harms betreuten Kinderwehr gehören sieben Mädchen und acht Jungen an. Auch durch den Internet-Auftritt der Freiwilligen Feuerwehr aus Burlage konnten zum Teil neue Mitglieder gewonnen werden. Die Jugendfeuerwehr ist 22 Mann stark.
"Es hat Spaß gemacht, mit Euch zu arbeiten. Die erbrachten Leistungen bei den Prüfungen waren hervorragend. Doch alleine geht es nicht, nur im Team", dankte Ortsbrandmeister Wolfgang Harms seinen Kameraden für ihr großes Engagement.
Befördert zu Oberfeuerwehrmännern: Johann Garrels, Helmut Bülter, Norbert Hanneken und Wilfried Harms, Hauptfeuerwehrmann sind Joachim Poelker und Karlheinz Mescher sowie Thomas Diekmann, Löschmeister wurde Tomas Sanders und Oberlöschmeister ist Stefan Bürmann.