Insgesamt 44 Mal wurden die Helfer zu Brandeinsätzen, Hilfeleistungen und Übungen gerufen. Durch den Internetauftritt konnten neue Mitglieder geworben werden. Probleme gab es bei der Alarmierung.
Burlage - Mehr zu tun, als ihr lieb war, hatte im vergangenen Jahr die Stützpunktfeuerwehr aus Burlage. "Das Jahr 2010 fing ganz ruhig an, doch irgendwie nahmen die Einsätze rasant zu. Und so wurde es das schadensreichste Jahr mit den meisten Einsätzen seit Bestehen der Burlager Wehr", sagte Ortsbrandmeister Wolfgang Harms in seinem Bericht auf der Jahreshauptversammlung der Stützpunktfeuerwehr im Feuerwehrhaus Burlage. Die vier Brandeinsätze fielen gegenüber dem Vorjahr (neun Brandeinsätze) zwar geringer aus, doch dafür musste die Burlager Wehr zu 38 Hilfeleistungen (gegenüber zwölf im Jahr 2009) ausrücken. Hinzu kamen noch zwei Übungen, so dass am Ende 44 Einsätze (2009 waren es 32) zu verbuchen waren.
"Die Einsätze wurden alle hervorragend gemeistert. Die Zusammenarbeit mit den anderen Wehren ging reibungslos vonstatten. Was allerdings nicht funktionierte, war die Alarmierung", sagte Wolfgang Harms und sprach damit ein heikles Thema an, bei dem auch Rhauderfehns Bürgermeister Heinz Freese, Rainer Hellmers, Leiter des Ordnungsamtes in der Gemeinde, und Gemeindebrandmeister Franz Akkermann hellhörig wurden. "Für einen Ortsbrandmeister und seine Mannschaft gibt es nichts Schlimmeres, als wenn man nicht alarmieren kann, weil die Technik versagt, überaltert ist oder das Personal in der Leitstelle nicht qualifiziert genug ist", so Harms weiter. "Wenn die Rettungskräfte erst durch die geplante Leitstelle in Wittmund koordiniert werden, könnte es zu noch größeren Schwierigkeiten kommen, da sich das Personal nicht mit den örtlichen Gegebenheiten und Strukturen der Feuerwehren hier vor Ort auskennt", sparte Franz Akkermann nicht mit Kritik, der sich später auch der stellvertretenden Brandabschnittsleiter des Kreises Leer, Hinrikus Janßen, anschloss.
Keine Nachwuchssorgen
Um den Aufgaben auch in Zukunft gerecht zu werden, hat die Stützpunktfeuerwehr Burlage ein Löschgruppenfahrzeug bei der Gemeinde Rhauderfehn angemeldet. Die Auslieferung soll Anfang 2012 erfolgen. Das bisher im Einsatz befindliche Fahrzeug der Burlager Wehr wird im kommenden Jahr 40 Jahre alt. Die Sanierung des Hallenbodens und der Einbau neuer Hallentore sind weitere Projekte, die in Angriff genommen werden.
Über Mangel an Nachwuchs braucht sich die Freiwillige Feuerwehr indes keine Sorgen zu machen. Der im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen und von Franziska Harms betreuten Kinderwehr gehören sieben Mädchen und acht Jungen an. Auch durch den Internet-Auftritt der Freiwilligen Feuerwehr aus Burlage konnten zum Teil neue Mitglieder gewonnen werden. Die Jugendfeuerwehr ist 22 Mann stark.
"Es hat Spaß gemacht, mit Euch zu arbeiten. Die erbrachten Leistungen bei den Prüfungen waren hervorragend. Doch alleine geht es nicht, nur im Team", dankte Ortsbrandmeister Wolfgang Harms seinen Kameraden für ihr großes Engagement.
13.07.2010
Von der GA-Redaktion
Am Dienstag mussten im Oberledingerland umgestürzte Bäume weggeräumt werden. Bei einem Einsatz wurde ein Ihrhover Feuerwehrmann verletzt. Er ist aber aus dem Krankenhaus wieder entlassen.
Landkreis Leer - "Das war schon heftig": So lauteten am Montag im Oberledingerland überall die Kommentare über den Sturm, der Montagnachmittag über die Region fegte. Seit Dienstag gibt es einen Überblick über die Schäden, und es begannen die Aufräumarbeiten. Rund 70 Mal waren die Feuerwehren der Gemeinde Rhauderfehn am Montag ausgerückt, um Bäume von der Straßen zu räumen. Allein die Burlager und Westrhauderfehner Wehren hatten zu jeweils 22 Einsatzorten fahren müssen. Nahezu bis Mitternacht waren rund 90 Wehrleute im Einsatz, um Gefahrenstellen zu beseitigen, die nachmittags durch den Gewittersturm entstanden waren.
Am Dienstag schwärmten dann die Mitarbeiter des Gemeinde-Bauhofes in vier Kolonnen aus, um im öffentlichen Bereich Sturmschäden wegzuräumen. Bis zur Mittagszeit hatten Einwohner 45 unterschiedliche Einsatzorte in den Ortsteilen der Gemeinde gemeldet. Und das Telefon stand auch gestern Nachmittag nicht still. Hauptsächlich mussten abgebrochene Äste und herausgebrochene Kronen aus den Bäumen herausgesägt und Baumstämme zerkleinert werden, die am Tag zuvor von den Feuerwehren von den Straßen geräumt worden waren. Beim Bauhof geht man davon aus, dass sich die Aufräumarbeiten noch wenigstens eine ganze Woche hinziehen werden.
Den ganzen Tag fuhren sie von Einsatz zu Einsatz
Gleichermaßen wurde in der Gemeinde Ostrhauderfehn verfahren. Dort waren drei Bauhof-Kolonnen im Einsatz, um Sturmschäden zu beseitigen. Auch in Westoverledingen hatten die Mitarbeiter des Bauhofes alle Hände voll zu tun. Den ganzen Tag fuhren sie von Einsatz zu Einsatz. In Ihrhove war in der Planckstraße ein Baum auf ein Auto gefallen, an der Ringstraße hatte ein Anwohner großes Glück: Eine Birke, die an der Straße steht, stürzte um und fiel knapp neben das Haus. Das Dach wurde nur leicht beschädigt, teilte Marco Smid vom Bauamt der Gemeinde mit. Der Schaden auf dem Campingplatz in Grotegaste fiele vergleichsweise glimpflich aus. Dort fiel ein kleiner Baum auf einen Wohnwagen und es riss viele Vorzelte um, so Smidt. Die Aufräumarbeiten, inklusive shreddern, werden noch bis zu zwei Wochen dauern.
Am Montagnachmittag waren alle Ortsfeuerwehren in Westoverledingen unterwegs gewesen, Gemeindebrandmeister Holger Bleicher schätzt, dass sie bis zu 80 Einsätze hatten. In der Mehrzahl mussten sie umgestürzte Bäume von den Straßen räumen. Bei einem Einsatz fiel einem Ihrhover Feuerwehrmann ein dicker Ast auf den Fuß. Inzwischen ist er laut Bleicher wieder aus dem Krankenhaus entlassen.
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Ehrenamt
Westrhauderfehn. (WoHa). Ein spannendes Feuerwehr-Wochenende fand bei der Schwerpunktfeuerwehr in Westrhauderfehn statt. Die Truppe um Wehrchef Weert Meyer hatte am Freitag zwar Pech mit dem Wetter, denn es regnete den ganzen Abend über. Dafür waren jedoch die teilnehmenden Gruppen bei den anstehenden „Eimerfestspielen“ hochmotiviert. Nach der Winterpause treffen sich die Wehren wieder zum Wettstreit um Sekunden und Punkte. Am Ende siegte die Wehr aus Rhaude, die ihre Übung in 65,5 Sekunden schaffte. Ganz knapp dahinter die Wehren aus Klostermoor und Burlage. Auf den weiteren Rängen folgten Collinghorst, Holte, Backemoor-Schatteburg, Langholt und Westrhauderfehn. Mehr Glück mit dem Wetter hatten jedoch am Samstag die Jugendfeuerwehren. Zehn Gruppen aus dem Overledinger Land gingen an den Start. Die gestellten Aufgaben wo Geschicklichkeit, Disziplin und Technik gefordert wird, wurden von allen Gruppen gemeistert. Hier siegte die Gruppe Burlage 1 mit 860 Punkten knapp vor Rhaudermoor und Folmhusen 1. Dahinter folgten dann die Teilnehmer aus Völlenerfehn (Kreissieger 2009), Flachsmeer, Westrhauderfehn, Holterfehn, Folmhusen 2, Burlage 2 und Collinghorst. „Die Nachwuchsarbeit bei den Wehren ist sehr gut organisiert!“, freute sich Ortsbürgermeister Frithjof Hunecke. Er war begeistert von den Darstellungen an beiden Tagen an der Ersten Südwieke.
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Rhauderfehn 23.03.2009
Von Marion Janßen
Gut 700 Menschen ließen sich in die Deutsche Knochenmark- Spender-Datei eintragen. Die Bürgermeister der Gemeinden Rhauderfehn, Ostrhauderfehn und Saterland hatten die Schirmherrschaft übernommen und packten kräftig mit an. Dies taten auch rund 120 ehrenamtliche Helfer.
Rhauderfehn - Ein steter Strom von Bluspendern kam und ging. Stillstand gab es keinen, am Sonnabend in der Kreisrealschule in Rhauderfehn. Zum Schluss hatte die Deutsche Knochenmark-Spender-Datei 701 neue potentielle Lebensretter notiert. Ein Ergebnis, das die Organisatoren der Typisierungsaktion vom Ostrhauderfehner Verein Leukin sehr freute.
Dass Leukin im Vorfeld eifrig die Werbetrommel gerührt hatte, machte sich bezahlt: „ Ich habe im Pfarrbrief von der Aktion gelesen und wollte gerne helfen”, erzählt die Ostrhauderfehner Studentin Mareke Erbo, die sich am Vormittag Blut abnehmen ließ.
Über eine Gruppe auf der Internet-Plattform „Studi VZ” wurde Karsten Körte aus Ostrhauderfehn auf die Aktion aufmerksam. „Das fand ich eine gute Idee. Deshalb bin ich hergekommen”, berichtet er.
Die drei Bürgermeister Heinz Freese (Rhauderfehn), Günter Harders (Ostrhauderfehn) und Hubert Frye ( Saterland) hatten die Schirmherrschaft übernommen und packten auch amAktionstag kräftig mit an. Dies taten auch rund 120 ehrenamtliche Helfer, die etwa für die Bewirtung der Teilnehmer sorgten.
Auch dabei waren Kameraden der Stützpunktfeuerwehr Burlage, die sich um die Datenerfassung kümmerten. Die Wehr aus Westrhauderfehn organisierte den Aussenbereich und die Jugendfeuerwehren verteilten bei vielen Geschäften Handzettel um auf die Aktion aufmerksam zu machen.