Am Donnerstag hat für rund 650 jugendliche Nachwuchsfeuerwehrleute das Kreiszeltlager in Holte begonnen. Übers Megafon wird ausgerufen, welche Ortswehren an die Fleischtöpfe dürfen.
Es ist ein bisschen wie in den Römerlagern der Asterix-Hefte: Die Zelte stehen in klaren Reihen aber zwischen ihnen spielt sich entspanntes Lagerleben ab: Jugendliche klönen, planschen und hören Musik. Allerdings gehört auch Latrinendienst dazu. Aber das macht den jungen Leuten nichts aus. Gemeinsam mit Freunden ist alles ein großer Sommerspaß. Ganz Holte ist von der Feuerwehr besetzt. Ganz Holte? Nein, nur die Wiesen am Franzosenweg sind seit vorgestern Schauplatz eines Jugendfeuerwehr-Camps auf Kreisebene.
"Es läuft bestens", findet Christian Abt. Der 32-Jährige gehört zum Organisationsteam. "Bisher hatten wir nur Mückenstiche und Prellungen", versichert er. Für die sechs Tage Sommercamp ist eigens eine Festnetzleitung gelegt worden, damit besorgte Eltern anrufen können. Doch viel tut sich in der Leitung nicht. "Früher war das wichtig", sagt Abt. Heute hätten die Jugendlichen alle ein Handy dabei.
Christian Abt nimmt an Feuerwehr-Jugendcamps teil, seit er zehn Jahre alt ist. Damals in den 80ern hat er natürlich nur mitgemacht. Aber er erinnert sich noch gut, was er selber als junger Bursche gut fand, und diese Atmosphäre versuchen er und seine Mitstreiter, auch für die Jugendfeuerwehrleute 2009 zu erzeugen.
"Das Wetter ist gar nicht so wichtig", erzählt Abt: "Man kann auch bei Regen viel Spaß haben." Ein entscheidender Faktor sei das Essen. In Holte wird es mittags geliefert von Meinders aus Idafehn. Gegessen wird in Schichten, Teller bringt jeder selbst mit. Übers Megafon wird ausgerufen, welche Ortswehren gerade an die Fleischtöpfe dürfen.
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Holte - Ziemlich verschlafen trotteten viele Jungen und Mädchen am Freitagmorgen im Zeltlager der Jugendfeuerwehren zu den Sanitär-Containern. Sie hatten mit ihren Gruppen Nachtmärsche absolviert und wirkten entsprechend müde. Nach dem Frühstück und der morgendlichen Lagerrunde begannen die Jungen und Mädchen mit der Zeitungslektüre.
Die Top-Meldung in der Lagerzeitung "Rhauder Rauchzeichen" lautete am Freitagmorgen: "Michael Jackson tot - Einer der größten Popstars aller Zeiten ist tot."
Berichtet wird auch über das Team vom Deutschen Roten Kreuz, das in Holte für die kleinen und großen Wehwehchen der jungen Camp-Teilnehmer rund um die Uhr im Einsatz ist. Die Rotkreuzler arbeiten in drei Schichten und hatten am ersten Tag des Zeltlagers schon 25 "Versorgungsfälle". Leider, so heißt es weiter, hätten die Rotkreuzler aber keine Pflaster gegen Heimweh dabei.
Viel Betrieb herrscht am Grillstand auf dem Zeltlagerplatz, an dem es Pommes frites, Bratwürste und Frikadellen gibt. Allein beim Eröffnungsabend am Mittwoch wurden 500 Bratwürste und 100 Frikadellen verkauft.
Außerdem gibt es auf dem Zeltlagerplatz zehn verschiedene Sorten Eis in der Eisbude und Süßigkeiten aller Art. An Getränken waren bis zum Donnerstagabend schon nahezu 250 Kisten verkauft worden.
Leider haben einige Feuerwehr-Kameraden, die ihre Dienste als Verkaufspersonal angeboten hatten, kurzfristig abgesagt. Deshalb werden jetzt Freiwillige gesucht, die am Grillstand, in der Eisbude oder am Getränkestand einige Stunden am Tag aushelfen können.