Feuerwehr Burlage  
  Freiwillige Feuerwehr Burlage ... Ehrensache!!!    

Chronik 

Die damalige Gemeinde Burlage war im Falle eines Brandes immer auf die Hilfe der Feuerwehren aus den Nachbargemeinden angewiesen. 1932 war es dann soweit; 20 Männer wurden in die Freiwillige Feuerwehr Burlage aufgenommen.

 

Bis 1939 war Bernhard Lüken (Olerk sin Bernd) als Wehrführer eingesetzt. Er galt als Respektsperson und besaß hervorragende, organisatorische Fähigkeiten. Die Anfangsjahre sind nirgendwo genau beschrieben, doch 1934 konnte eine Handruckspritze als Löschgerät angeschafft werden, die von Pferden gezogen wurde. Für dieses Gerät waren zwölf Mann erforderlich, um diese Pumpe wirkungsvoll einzusetzen. Da man keine Unterstellmöglichkeiten hatte, erklärte sich Nikolaus Jungstöfel bereit, einen kleinen Schuppen zur Verfügung zu stellen.

 

Der Ausbruch des und die Jahre des zweiten Weltkrieges hinterließen auch ihre Spuren bei der noch jungen Burlager Wehr. Da viele junge Männer an die Front kommandiert wurden und der Personalbestand erschreckend sank, musste man um die Einsatzbereitschaft der Wehr bangen. Doch die Burlager Feuerwehr bestand diese Feuertaufe, denn ältere Bürger füllten anfangs die Lücken der an der Front kämpfenden Soldaten.

 

Nach dem Kriege fanden sich die Burlager Florianjünger schnell wieder zu einer einsatzfreudigen Wehr zusammen. Der größte Einsatz in dieser wohl schwersten Zeit, war, als ein Blitzschlag die Burlager Mühle in Schutt und Asche legte.

 

Nachfolger von Bernhard Lüken wurde dann 1939 Nikolaus Jungstöfel, der allerdings nur zwei Jahre im Amt war.

 

 „Herrider Bischofsspritze“ von 1759, so ähnlich sah auch die erste Handdruckspritze in Burlage aus 

 

1941 wird Nikolaus Cordes zum Wehrführer bestimmt und 1941 wird die Handruckspritze durch eine leistungsfähige Motorspritze ersetzt. Mit einem „Opel-Super“ erhält die Wehr auch ihr erstes Fahrzeug mit sechs Zylindern.

 

Als Heinrich Rülander nach den Wirren der Kriegsjahre 1947 erster Burlager Ortsbrandmeister wird, ist zwar die alte Spritze noch vorhanden, doch es fehlen das Fahrzeug und sämtliche einsatzwichtigen Löschgeräte.

  

Erst 1950, als Hermann Bollen zum Ortsbrandmeister gewählt wird, erhält die Wehr einen umgebauten Krankenwagen mit Anhänger als Löschfahrzeug, und es kann 1957 ein Gerätehaus an der Landesstraße (bei Bunger-Harm) errichtet werden.

 

1965 kam das richtige Löschfahrzeug für die Burlager Wehr. Ein Mercedesfahrzeug mit einem Metz Aufbau. Alle Einrichtungen waren zweckmäßig und gut zugänglich angeordnet. Neben der Tragkraftspritze waren Schlauchmaterial und Gerät übersichtlich angebracht. Außerdem war Platz für sechs Personen. Im Gegensatz zu dem Vorgängerfahrzeug kam man jetzt auch sicher zu den Einsatzstellen, denn die Burlager Wehrleute kannten meistens nur, dass sie mit dem Trecker zum Einsatzgeschleppt wurden, weil das Fahrzeug versagte.

 

Dreizehn Jahre bleibt Hermann Bollen im Amt, als er dann 1963 von Jakobus Cordes abgelöst wird. Eine Serie von Moor- und anderen Flächenbränden machten Mitte der siebziger Jahre deutlich, das die Bekämpfung solcher Katastrophen nur mit gut ausgebildetem Fachpersonal und dem dazugehörigen modernen Gerät möglich ist.

 

 

   

1973 kommt das erste große Fahrzeug nach Burlage. Mit dem Neuen LF8S gehörte man zu den schlagkräftigsten Wehren der Gemeinden. Da in der Burlager Gemeindekasse nicht genügend Mittel vorhanden waren, sammelten und spendeten die Burlager Wehrleute 5000,00 DM. Damit konnte das Fahrzeug dann beschafft werden. Dieses wird 2012 bereits 40 Jahre alt, und ist noch immer sehr gut in Schuss. Mit dem Fahrzeug mußte auch die Halle vergrößert werden. Dieser Umbau wurde in Eigenleistung durch die Wehrmänner erst möglich. Im Fahrzeug ist eine Tragkraftspritze TS8/8 und eine Frontpumpe installiert. Vier Pressluftatmer und ein BOS Funkgerät gehören ebenfalls zum Fahrzeug. Jetzt können auch neun Feuerwehrleute mit dem Fahrzeug zum Einsatz fahren. Der Mercedes 911 erweist sich in den ganzen Jahren seit Indienststellung als verlässlicher Wegbegleiter der Freiwilligen Feuerwehr Burlage.

 

 

 

1974 löst Hinrikus Janßen den bisherigen Ortsbrandmeister Jakobus Cordes ab. 1985 stellt sich heraus, daß die mittlerweile Gemeinde Rhauderfehn eine zweite Stützpunkt Feuerwehr einrichten muß. Nach einem langen Prüfverfahren entschied sich die Bezirksregierung Oldenburg am 12.11.1986 für Burlage als zweite Stützpunktfeuerwehr. Damit steht fest, es muß wieder gebaut werden. Wieder packen die Feuerwehrmänner mit an und nach massiver Eigenleistung konnte das Neue, umgebaute Feuerwehrhaus und das zweite Fahrzeug am 12.12.1987 an die Burlager Bevölkerung übergeben werden.

 

 

Das Tanklöschfahrzeug ist mit einem 1800liter Tank und einer Heckpumpe ausgestattet. Auch sind drei Pressluftatmer an Bord. Mit diesem Fahrzeug hat die Wehr jetzt die Möglichkeit, noch schneller Wasser an den Einsatzort zubringen. Beide Fahrzeuge im Einsatz bilden eine schlagkräftige Komponente gegen Gefahren jeglicher Art. Auch ist man jetzt grundsätzlich mit in der Ortschaft Klostermoor eingebunden. 1991 kann eine Rettungsschere angeschafft werden, denn steigende Einsatzzahlen bei Verkehrsunfällen, machen deutlich, das man auf dieses Gerät nicht mehr verzichten kann. Eingeklemmte Personen können so unmittelbar aus den Wracks befreit werden. Ein Generator sorgt für die Stromversorgung und Scheinwerfer für die Ausleuchtung der Einsatzstelle.

  

Am 29.12.1991 kann der selbst errichtete Jugend- und Versammlungsraum im Feuerwehrhaus eingeweiht werden. 45 Personen finden jetzt Platz auf dem Dachstuhl des Gebäudes. 1992 stellt der Malteser-Hilfsdienst deren Fahrzeuggarage zur Verfügung. Anfangs findet hier die Anhängerleiter Platz.1997 kommt ein Mannschaftswagen (VW T2) zur Wehr dazu, so das die Garage hierfür genutzt wird.

 

Die Wehr gehört seit 1988 zur Kreisbereitschaft des Landkreises Leer und ist im Alarmplan der Mercedes-Teststrecke in Papenburg mit aufgenommen. Das hat zur Folge, daß die Wehr weit außerhalb der Ortsgrenzen tätig ist.

 

Hinrikus Janßen wird 1985 stellvertretender Gemeindebrandmeister und ist seit 1990 Zugführer in der Kreisbereitschaft Süd des LK Leer. Am 30.01.1996 wird er zum Gemeindebrandmeister der Feuerwehren der Gemeinde Rhauderfehn gewählt. Das bedeutet, dass er in Burlage das Amt des Ortsbrandmeisters nach über 22 Jahren aufgibt. Heinrich-Hermann Siemer wird am 15.5.1996 Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Burlage.

 

Hinrikus Janßen führt nun die acht Wehren der Gemeinde Rhauderfehn an. Das moderne Feuerwehrwesen bringt neben der klassischen Brandbekämpfung heute die schnelle und immer komplizierter werdende Hilfeleistung. Modern ausgestattet und gut ausgebildet, bilden die Freiwilligen Feuerwehren in Rhauderfehn eine schlagkräftige Einheit gegen die Gefahren des täglichen Lebens. 

 

Im Jahr 2001 werden die ersten Frauen in die Einsatzabteilung aus der Jugendfeuerwehr übernommen.

 

2002  feiert die Wehr ihren 70. Geburtstag und hat 38 Aktive Kräfte, sowie 16 Jugendliche Mitglieder.

 

Seit 1956 nimmt die Wehr an allen hiesigen Wettkämpfen teil und ist am Dorfgeschehen aktiv beteiligt. Osterfeuer, Dorfgemeinschaftsfest, Dorfgemeinschaftswoche, Laternenumzug, Nikolausfeier und Bosseln, die Feuerwehr Burlage ist immer dabei oder hat die Federführung. Auch der Umweltschutztag ist fester Bestandteil des Burlager Feuerwehrkalenders.

 

Im September 1973 wird auch die Jugendfeuerwehr Burlage ins Leben gerufen, um den Nachwuchs in der Wehr zu erhalten. Hinrikus Janßen, Hermann Krallmann, Theodor Woldering, Wolfgang Harms, Heinz-Gerd Diekmann, Johann Haak und jetzt Stefan Bürmann sind bzw. waren die Verantwortlichen der Jugendfeuerwehr Burlage. Die Jugendfeuerwehr ist fester Bestandteil der Feuerwehr Burlage. Mit  21 Jugendlichen angefangen, gingen aus der Jugendfeuerwehr im Laufe der fast 30 Jahren 15 Feuerwehrmänner und – frauen hervor.

 

Schwerpunkte der Jugendfeuerwehrarbeit sind die Erziehung zu demokratischem Verhalten innerhalb einer Gruppe. Die feuerwehrtechnische Ausbildung und das heranführen an den allgemeinen Brandschutz gehören genauso dazu, wie Zeltlager oder der jährliche Umweltschutztag. 21 Jugendliche im Alter von 10-18 Jahren haben in der Jugendfeuerwehr Burlage ihren Platz und sind seit 1989 integriert in die JF der Gemeinde Rhauderfehn.

 

2008 löst Wolfgang Harms den Amtsinhaber Heinrich Hermann Siemer als Ortsbrandmeister ab.

 

2010 Bewerbung und Zuschlag für die Ausrichtung des Kreisfeuerwehrverbandsfestes 2013 in Burlage.

 

01.10.2010 gründet die Feuerwehr Burlage als ersten im Landkreis Leer eine Kinderfeuerwehr.

 

2010 kommt erstmalig eine Zentralheizung ins Feuerwehrhaus. Auch eine WC-Anlage wird neu eingebaut.

 

2011 Neue Hallentore waren fällig und der Bodenbelag in der Fahrzeughalle wurde erneuert.

 

12.08.2011 richtet die Burlager Wehr den ersten Gemeindewettkampf in Burlage aus.

 

19.11.2011 Übergabe des Neuen Rettungsgerätes für die Stützpunktfeuerwehr Burlage.

 

05.08.2012 Der Sportverein SV Burlage und die Feuerwehr Burlage richten erstmalig erfolgreich das Dorffest aus.

 

08.11.2012 Vergleichsvorführung in Hannover, unser Neues Fahrzeug (HLF10) ist auf dem Weg gebracht und kann jetzt gebaut werden. Was es wird wissen wir noch nicht, aber wir haben die Kreuze an der richtigen Stelle gemacht.

 

20.12.2012 Das HLF 10 ist bestellt. Es wird ein MAN13290, Allrad mit einem zweiteiligen ZIEGLER Aufbau mit ZKAB.

 

Bei der Jahreshauptversammlung 2013 werden Hinrikus Janßen und Johannes Poelker in die Ehrenabteilung überwiesen. Unser Langjähriger Gerätewart Karl-Heinz Diekmann wird für 40 Jahre im Feuerlöschwesen ausgezeichnet. Mit Markus Elfgen von der Rektor Weiß Straße wird das 50. Aktive Mitglied aufgenommen. Unsere Emma wird 40 Jahre alt und unserer Jugendfeuerwehr feiert 2013 ihren 40. Geburtstag.

 

Am 23.02.2013 tagen die Orts- und GemBM erstmals auf Ihrer Fachtagung in Burlage.

 

Am Wochenende des 7. Juni 2013 steht Burlage Kopf. Das Kreisfeuerwehrverbandsfest, welches wir erstmalig ausrichten wird ein voller Erfolg.

 

Am 2. Oktober 2013 kommt das Neue HLF10 nach Burlage. Mit einem herzlichen Empfang wird das Fahrzeug in der Ortschaft begrüßt.

 

Am 23.11.2013 ist die offizielle Übergabe des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges HLF 10 in Burlage beim Feuerwehrhaus.

 

 

Das Ortskommando der Feuerwehr Burlage 2016

 

Ortsbrandmeister                                            Wolfgang Harms

Stellv. OrtsBM                                                 GerhardTebben

Schriftführer                                                    Sascha Lüken

Jugendfeuerwehrwart                                     Wilfried Harms

Kassenwart                                                     Martina Kupka

Gerätewart                                                      Günther Strohschnieder

Sicherheitsbeauftragter                                  Theodor Nee

Zeugwart                                                         Frank Poelker

Kinderfeuerwehr                                             Uwe Kupka

 

„Gott zur Ehr´, dem nächsten zur Wehr!“